Full Lyrics
1. So viel Sternlein, als da wallen
an dem weiten Himmelszelt,
blickt ein Dreigestirn von allen
doch am freundlichsten zur Welt.
Milden Glanzes von den andern
siehst du dort den einen wandern
auf der klaren Sternenau,
in der Treue sanftem Blau.
2. Doch mit hellem Lichtgefunkel
siehst du dort den zweiten ziehn.
Wie er glänzt aus tiefem Dunkel,
wie er strahlt in lichtem Grün!
Kühner Segler in den Lüften,
frommer Bergmann in den Klüften,
auch der Sänger schaut so gern
freudig auf zum Hoffnungsstern.
3. Aber flammender als beide,
rosig strahlt des dritten Licht,
bleibt in bangem, langem Leide
deines Herzens Zuversicht.
Ob die Rosen all’ verblühen,
ob die Sterne rings verglühen,
ob auch welkt der letzte Kranz:
nie verbleicht der Liebe Glanz!