Full Lyrics
War hold und jung wie Röslein zart,
war froh und wohlgemut;
sang Lieder auch ganz andrer Art,
mein Schatz war mir noch gut!
Am Brünnelein, am Brünnelein,
da standen wir beisammen
wie Feuer und wie Flammen,
am Brünnelein, am Brünnelein.
Weiß nit, was mir so wurmt und brennt
im Herzen Tag und Nacht;
weiß nicht, wohin ich mich noch wend',
wenn's fort und fort so macht!
Am Brünnelein, am Brünnelein,
da hat es angefangen,
mein Schatz ist fortgegangen
vom Brünnelein, vom Brünnelein.
Das Brünnelein ist nun schon lang
vom Sommer ausgedorrt,
es tröpfelt nicht, mir ist gar bang,
es red't mit mir kein Wort!
Am Brünnelein, am Brünnelein,
da steh' ich ganz alleine
und weine, ach, und weine,
am Brünnelein, am Brünnelein.
Wer weiß, wird's anders übers Jahr,
wenn sich erholt der Born,
wenn wiederkehrt mein Schwalbenpaar,
wenn Rosen treibt der Dorn!
Am Brünnelein, am Brünnelein,
will ich nicht länger weilen,
damit mein Herz kann heilen.
O Brünnelein, o Brünnelein.