Die Weihnachtsgeschichte by Hugo Distler — Lyrics

Hugo Distler German Sacred Oratorios Staff notation

Full Lyrics

I. Einleitung: Das Volk, so im Finstern wandelt, siehet ein groß Licht, und über die, die da wohnen im finstern Lande, scheinet es helle. (Is. 9:1(2)) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, welches Herrschaft ist auf seiner Schulter und er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig Vater, Friedefürst; Auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende. (Is. 9:56(67)) …von nun an bis in Ewigkeit. II. Die Weihnachtsgeschichte Choral Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, als uns die Alten sungen: von Jesse kam die Art und hat ein Blümlein bracht mitten im kalten Winter wohl zu der halben Nacht. (Köln, 1599) Der ErzählerEs war gesandt der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Der Engel„Gegrüßet seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern!“ Der ErzählerDa sie ihn aber sahe, erschrak sie uber sein Rede und gedachte: welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Der Engel„Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, deß Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden, und seines Königreichs wird kein Ende sein.“ (Lk. 1:2633) Der ErzählerMaria aber sprach: Maria„Siehe, ich bin des Herren Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.“ Der ErzählerUnd der Engel schied von ihr. (Lk. 1:38) Choral Das Röslein, das ich meine, davon Jesaias sagt, ist Maria, die reine, die uns das Blümlein bracht. Aus Gottes ew‘gem Rat hat sie ein Kind geboren und blieb ein reine Magd. (Köln, 1599) Der ErzählerMaria aber stand auf in den Tagen und ging auf das Gebirge und kam in das Haus Zacharias und grüßte Elisabeth. (Lk. 1:40) Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll und rief laut und sprach: Elisabeth„Gebenedeiet bist du unter den Weibern und gebenedeiet ist die frucht deines Leibes.“ (Lk. 1:4142) Der ErzählerUnd Maria sprach: Choral/Recitative Maria„Meine Seele erhebt Gott, den Herren, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilands, denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich preisen alle Kindeskind, denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist, und des Name heilig ist. Seine Barmherzigkeit währet immer für und für, bei denen, die ihn fürchten.“ (Lk. 1:4650) Choral Wir bitten dich von Herzen, du edle Königin, durch deines Sohnes Schmerzen, wann wir fahren dahin aus diesem Jammertal. Du wollest uns geleiten Bis in den Engel Saal. (Anon.) Der ErzählerEs begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzet würde. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land, zur Stadt Davids, die da heißet Bethlehem, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem anvertrauten Weibe, die was schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn. Und sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. (Lk. 2:17) Choral SAT:Das Blümelein so kleine, das duftet uns so süß; mit seinem hellen Scheine vertreibts die Finsternis. Wahr Mensch und wahrer Gott, hilft uns aus allem Leide, rettet von Sünd und Tod, (Anon.) Bass: Eia, eia, eia. Der ErzählerUnd es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe da, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Der Engel„Fürchtet euch nicht; denn ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“ Der ErzählerUnd alsbald war da bei der Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: (Lk. 2:813) Chor„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“ (Lk. 2:14) Der ErzählerUnd da die Engel von ihnen gen Himmel fahren, sprachen die Hirten untereinander: Chor„Lasset uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Der ErzählerUnd sie kamen eilend, und fanden beide, Mariam und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend. (Lk. 2:1516) Choral Die Hirten zu der Stunden Machten sich auf die Fahrt; das Kindlein sie bald funden mit seiner Mutter zart. Die Engel sangen schon, sie lobten Gott, den Herren, in seinen höchsten Thron. (Anon.) Der ErzählerDa Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit der Königs Herodes, siehe, da kamen drei Weisen vom Morgenlande gen Jerusalem und sprachen: Chor„Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.“ Der ErzählerDa das König Herodes hörete, erschrack er und ließ versammeln allen Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschete von ihnen, wo Christe sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Chor„Zu Bethlehem im jüdischen Lande.“ Der ErzählerDenn also stehet geschrieben durch den Propheten: Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mit nichten die Kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei. Da berief die Weisen heimlich, und erlernete mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem, und sprach: HerodesZiehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihr es findet, so saget mir‘s wieder, daß ich auch komme und anbete.“ Der ErzählerAls sie nun den König gehöret hatten, zogen sie dahin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus, und fanden das Kindlein mit Maria, und fielen nieder und beteten es an, und taten ihre Schätze auf, und schenkten ihm Gold, Weirauch, und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg in ihr Land. (Matt. 2:112) Choral Lob, Ehr sei Gott, dem Vater, dem Sohn und heilgen Geist. Maria, Gottes Mutter, dein Hilf an uns beweis und bitt dein liebes Kind, daß es uns wohl behüten, verzeihen unser Sünd. (Anon.) Der ErzählerUnd siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig…und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort gegeben von dem heiligen Geist: er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und er kam… in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in Tempel brachten, daß sie täten, wie man pflegt nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme, und lobete Gott, und sprach: Simeon„Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis, deines Volkes Israel!“ (Lk. 2:2532) Choral So singen wir all Amen, das heißt: nun wird es wahr, was wir begehr allsamen. O Jesu, hilf uns dar In deines Vaters Reich, drin wollen wir dich loben. O Gott, uns das verleih! (Anon.) Beschluß Also hat Gott die Welt geliebet daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle die an ihn glauben nicht verloren gehen. (Jn. 3:16) Amen.

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Die Weihnachtsgeschichte

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By Hugo Distler
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German
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